3.12.10
Calixto Bieito probt „Fidelio“

Seit drei Wochen proben die Sänger der Neuproduktion von Beethovens Fidelio bereits im Rennertsaal des Probengebäudes unter der Leitung des katalanischen Regisseurs Calixto Bieito. Dass in dem verhältnismäßig kleinen Probenraum die reale Bühnensituation des Nationaltheaters nur mit einem provisorischen Bühnenbild simuliert werden kann, ist logisch.
Wenn es schließlich dann zu den Bühnenklavierproben ins Nationaltheater geht, ist vieles anders als bisher. Am 3. Dezember probten Calixto Bieito und die Sänger der Neuprodukion zum dritten Mal überhaupt im originalen Bühnenbild. Die endgültigen Kostüme werden dann erst zur Klavierhauptprobe hinzu kommen. Unser Hausfotograf Wilfried Hösl hat die Arbeit der Sänger mit dem Regisseur dokumentiert.
Von Wilfried Hösl
Fidelio / Fotogalerie / Proben
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Die Bilder gefallen mir sehr gut. Ich glaube, dass es ein ganz großer Abend wird, weil ich auch Daniele Gatti sehr verehre.Theater muss interessant sein.Die Münchner Oper gehört einfach zu den besten.
— Lehrmann Diethart · 10.12.10 · #
Die Bilder gefallen mir auch, doch ich befürchte Schlimmes. Wie kann man einen Regisseur einladen, der bekannt dafür ist, Gewalt, Perversion und Blut auf die Bühne zu bringen. Schade, daß sich die Münchner Oper nicht mehr auf Qualität besinnt, sondern nur noch auf Effekte aus ist.
— Jerome Bührmann · 15.12.10 · #
Warten wir`s ab. Calixto Bieito ist die ganze Aufregung doch gar nicht wert. Wenn es uns gefällt schreien wir “Bravo”, wenn nicht dann halt “Buh”
— Thomas Fischer · 18.12.10 · #
Ich verstehe die Abneigung gegen Herr Bieito nicht der für seine Inszenierungen eine sehr direkte Sichtweise wählt die natürlich auf den ersten Blick provozieren mag und mit Sicherheit auch soll. Wenn man jedoch Kunst als Auseinandersetzung mit der Gegenwart versteht und keine Wattebauschromantik aufrecht erhalten will, was für die Oper auf Dauer tödlich wäre, finde ich den Weg den er geht richtig, wenn auch teilweise schwer zu ertragen. Die Nachrichten mit welchen wir täglich konfrontiert werden spiegeln doch nur daß wieder was er auf die Bühne bringt, traurig stimmt mich eher die Tatsache zu welchen Mitteln “ Mann “ greifen muß um überhaupt noch als Provokation wahrgenommen zu werden, was eigentlich nur zeigt wie emotional abgestupft wir doch schon sind.
— Simeoni · 20.12.10 · #
Ich erwarte mit Spannung besonders Daniele Gattis Dirigat: seine geniale Sichtweisen sind immer packend.
— Manfred · 21.12.10 · #